Die überwiegende Mehrheit der Reklamationen in der Gartenbranche ist nicht auf Produktionsfehler zurückzuführen, sondern auf Schäden, die während des Transports, beim Umschlag oder bei der Lagerung entstehen. Zerkratzte Aluminiumprofile von Pergolen, abgeriebenes Technorattan, gebrochene Keramikpflanzgefäße oder verkratzte Tischplatten sind in der Regel die Folge einer ungeeigneten Auswahl von Schutzmaterialien und nicht einer mangelhaften Produktion. Die richtige Sicherung von Gartenprodukten erfordert Kenntnisse über die Ursachen von Transportschäden, die Auswahl geeigneter Schutzmaterialien für die jeweilige Oberfläche und den jeweiligen Vertriebsweg sowie das Verständnis, dass die Kosten für die Verpackung nur einen Bruchteil der Kosten einer einzelnen Reklamation ausmachen. In diesem Artikel stellen wir praxisorientierte Lösungen für Hersteller von Gartenmöbeln, Großhändler und Vertriebspartner vor.
Warum lösen Gartenprodukte besondere Herausforderungen im Transport aus?
Die Gartenbranche umfasst Produkte, die sich hinsichtlich Gewicht, Form, Empfindlichkeit der Oberfläche und Wert erheblich unterscheiden. Eine Lounge-Garnitur aus Technorattan, eine Aluminium-Pergola, ein Keramikpflanzgefäß, ein Gewächshaus mit gehärtetem Glas oder eine Sonnenliege aus Teakholz haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam – außer der Tatsache, dass jedes dieser Produkte während des Transports beschädigt werden kann, was dazu führt, dass der Kunde die Annahme der Ware verweigert.
Hinzu kommt der Online-Handel. Das Produkt wird nicht mehr ausschließlich an Großhändler oder Gartencenter geliefert. Immer häufiger gelangt es direkt zum Endkunden und durchläuft dabei mehrere Stationen der Lagerung, Sortierung und des Umschlags.
Mehrere Eigenschaften machen diese Produktkategorie jedoch besonders anspruchsvoll aus logistischer Sicht.
Große Abmessungen und ungewöhnliche Formen
Gartenmöbel, Pergolen und Pavillons entsprechen nur selten den Standardmaßen für den Versand. Lange Aluminiumprofile, breite Tischplatten oder Rahmen mit hervorstehenden Elementen führen dazu, dass sich die Ladung auf der Palette beim Bremsen oder in Kurven bewegen kann. Bereits eine Verschiebung des Produkts um wenige Zentimeter während des Transports kann Kratzer, Abrieb oder Bruchschäden verursachen. Je größer die Abmessungen des Produkts sind, desto wichtiger ist dessen sichere Fixierung innerhalb der Verpackung.
Das Problem wird durch die Lagerpraxis zusätzlich verschärft: Mitarbeiter greifen Produkte häufig an den zuerst erreichbaren Stellen und nicht immer an den konstruktiv dafür vorgesehenen Punkten, die mechanischen Belastungen standhalten. Aluminiumprofile, Rohre und Träger von Pergolen sind in diesem Zusammenhang besonders empfindlich, da der Angriffspunkt der Kraft maßgeblich darüber entscheidet, ob das Material der Belastung standhält oder beschädigt wird.
Empfindliche Oberflächen und dekorative Beschichtungen
Pulverbeschichtetes Aluminium, Holz mit Ölfinish, Technorattan in unterschiedlichen Flechtmustern, Hochglanz-Kunststoffe oder sandgestrahlter Architekturbeton – all diese Oberflächen sehen in der Verkaufspräsentation hervorragend aus, können jedoch bei direktem Kontakt mit Stretchfolie, feuchter Wellpappe oder anderen Konstruktionselementen leicht verkratzen, abreiben oder ausbleichen.
Der Mechanismus ist einfach: Vibrationen während des Transports – selbst bei normaler Fahrt auf asphaltierten Straßen – führen zu minimalen Bewegungen von Bauteilen, die miteinander in Kontakt stehen. Befindet sich zwischen ihnen keine stoßdämpfende Schutzschicht, entstehen nach mehreren Hundert Kilometern an allen Kontaktflächen Abriebspuren, die dem Kunden beim Auspacken sofort auffallen.
Gleichzeitig zerbrechliche und schwere Produkte
Bei Keramikpflanzgefäßen, Architekturbeton, Gartenbrunnen oder dekorativen Skulpturen ist die Aufprallenergie der größte Gegner.
Wird diese Energie nicht durch ein geeignetes stoßdämpfendes Material absorbiert, führt dies zu Brüchen, Abplatzungen oder – noch tückischer – zu Mikrorissen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind und sich erst nach einigen Wochen der Nutzung beim Endkunden bemerkbar machen.
Saisonalität als Katalysator für Logistikfehler
Die Gartenbranche erzielt den größten Teil ihres Jahresumsatzes im Zeitraum von März bis Juni. Die Hochsaison bedeutet überlastete Lager, eine erhöhte Mitarbeiterfluktuation durch den Einsatz von Saisonkräften, Spediteure im Expressbetrieb sowie einen hohen Zeitdruck beim Verladen. Gerade in dieser Phase treten Verpackungsfehler besonders häufig auf, während sie im restlichen Jahr eher selten vorkommen. Verpackungssysteme müssen daher so konzipiert sein, dass sie selbst unter Zeitdruck, bei Ermüdung und wechselndem Lagerpersonal zuverlässig funktionieren.
Die häufigsten Transportschäden in der Gartenbranche
Kratzer auf pulverbeschichtetem Aluminium
Dies ist statistisch gesehen die häufigste Ursache für Reklamationen bei Gartenmöbeln. Kratzer auf der Pulverbeschichtung von Aluminiumprofilen, Pergolarohren, Tischgestellen und Trägerkonstruktionen entstehen durch drei verschiedene Mechanismen:
- Direkter Metall-auf-Metall-Kontakt ohne Schutzlage.
Zwei Aluminiumprofile oder Stahlelemente liegen direkt aufeinander. Transportbedingte Vibrationen führen dazu, dass sich die Oberflächen gegenseitig abreiben. Bereits nach einer Transportstrecke von 300 Kilometern können die Kratzer mit bloßem Auge sichtbar sein.
- Metall-Karton-Kontakt unter feuchten Bedingungen.
Karton nimmt Feuchtigkeit auf und wird dadurch rau. Staubpartikel und Kartonfasern wirken bei jeder Bewegung der Ladung wie Schleifpapier. Hersteller, die sich ausschließlich auf Karton als Schutzmaterial verlassen, entdecken diesen Mechanismus häufig erst bei ihren ersten Exportlieferungen. Seetransporte oder mehrtägige Straßentransporte schaffen Bedingungen, unter denen Feuchtigkeit praktisch unvermeidbar ist.
- Bewegung des Produkts innerhalb eines zu großen oder unzureichend ausgefüllten Kartons.
Das Produkt ist nicht ausreichend fixiert und bewegt sich beim Bremsen frei innerhalb der Verpackung. Jedes Bremsmanöver auf der Autobahn kann eine Verschiebung um mehrere Zentimeter verursachen. Treten auf einer Transportstrecke 300 solcher Bewegungen auf, entstehen potenziell Hunderte von Kratzspuren.
Beschädigungen von Technorattan
Technorattan ist zwar witterungsbeständig, reagiert jedoch empfindlich auf punktuelle Belastungen und dauerhafte Reibung. Bei unsachgemäßer Verpackung können Abriebspuren an den Fasern, Verformungen des Flechtwerks sowie dauerhafte Abdrücke von Klebebändern oder Stretchfolie entstehen. Besonders problematisch ist das direkte Umwickeln von Technorattan mit Stretchfolie, da sich die Folie zwischen die Flechtstrukturen drückt und beim Entfernen bleibende Verformungen hinterlassen kann. Dieser Effekt ist vor allem an den äußeren Kanten von Rückenlehnen und Sitzflächen sichtbar, wo das Geflecht dem größten Druck ausgesetzt ist.
Brüche und Mikrorisse in Keramik
Gartenkeramik ist vor allem gegenüber Stößen empfindlich und nicht gegenüber langsam wirkendem Druck. Ein Pflanzgefäß, das den gesamten Verpackungsprozess ohne sichtbare Mängel durchlaufen hat, kann dennoch Risse enthalten, die bei der Kontrolle nicht erkennbar sind und erst nach mehreren Wintern oder bei einem Zusammenstoß mit anderen Bauteilen während der Montage durch den Kunden sichtbar werden. Besonders kritisch sind Stoßbelastungen, die beim Umschlag entstehen: ein abrupt bremsender Gabelstapler mit einer Palette voller Keramik, Verschiebungen auf Förderbändern in Logistikzentren oder Stürze in Paket- und Sortieranlagen.
Beschädigungen von Holz – Verfärbungen und Verformungen
Holz reagiert nicht nur empfindlich auf mechanische Einwirkungen, sondern auch auf chemische und klimatische Bedingungen. Wird Holz mit einem Material ohne ausreichende Belüftung umwickelt, kann sich darunter Kondenswasser bilden. Dies führt zu Verfärbungen und im schlimmsten Fall sogar zur Schimmelbildung. Besonders problematisch ist dies beim Seetransport, wo Temperatur und Luftfeuchtigkeit starken Schwankungen unterliegen.
Kratzer auf Glaselementen und Keramik-Tischplatten
Gartentische mit gehärtetem Glas oder Keramikplatten erfordern besondere Aufmerksamkeit. Gehärtetes Glas hält hohen gleichmäßig verteilten Belastungen stand, kann jedoch durch punktuelle Stöße brechen. Keramikplatten sind sowohl gegenüber Stoßbelastungen als auch gegenüber dem Kontakt mit scharfen Kanten empfindlich. Der direkte Kontakt mit den Ecken eines Metallrahmens ohne eine Schutzschicht aus PE-Schaum gehört zu den häufigsten Fehlern bei der Verpackung von Tischen in Sets.
Beschädigte Ecken und Kanten
Warum löst Karton allein das Problem nicht?
Kartonagen bilden nach wie vor die Grundlage der meisten Transportverpackungen, und eine moderne Logistik ohne Wellpappe ist kaum vorstellbar. Sie schützen Produkte vor Verschmutzungen, erleichtern die Lagerung und ermöglichen die Herstellung von Verpackungen, die exakt an die Abmessungen des Produkts angepasst sind.
Allerdings löst Karton nicht alle Probleme. Er trennt keine Oberflächen voneinander, die aneinander reiben können. Er schützt Ecken und Kanten nicht vor punktuellen Stößen. Außerdem verhindert er nicht die Bewegung schwerer Produkte innerhalb der Verpackung.
Aus diesem Grund betrachten Hersteller Karton zunehmend als einen Bestandteil eines umfassenden Schutzsystems und nicht mehr als das einzige Verpackungsmaterial.
Schutzmaterialien – worin unterscheiden sie sich und wann sollten sie eingesetzt werden?
Polyethylenschaum (PE-Schaum) – die Grundlage des Oberflächenschutzes
PE-Schaum ist ein Material, das stoßdämpfende Eigenschaften mit chemischer Neutralität verbindet. Er reagiert weder mit Lacken, Pulverbeschichtungen, Holzölen noch mit Kunststoffen. Zudem bildet er kein Kondenswasser, nimmt keine Feuchtigkeit auf und behält seine dämpfenden Eigenschaften auch bei Minustemperaturen. Dadurch eignet er sich selbst für eine längere Lagerung im Außenbereich oder für Transporte unter wechselnden Witterungsbedingungen.
W kontekście produktów ogrodowych pianka PE w rolkach sprawdza się do owijania profili aluminiowych, nóg stołów i krzeseł, rur pergoli i elementów konstrukcyjnych. A na przykład arkusze pianki PE stosuje się jako przekładki między blatami, wkłady pod ceramikę i amortyzatory przy paletyzacji.
W zależności od zastosowania może występować w formie rolek, arkuszy, przekładek, worków czy profili ochronnych.
Es ist wichtig zu beachten, dass PE-Schaum SONG mit reduzierter Dichte – erhältlich im Sortiment von Mac-Graf – vergleichbare Dämpfungseigenschaften bei geringerem Materialeinsatz bietet. Das bedeutet niedrigere Materialkosten, ein geringeres Verpackungsgewicht (und damit niedrigere Transportkosten) sowie bessere Voraussetzungen im Hinblick auf die künftigen PPWR-Vorgaben zur Reduzierung des Kunststoffanteils in Verpackungen.
Luftpolsterfolie – Oberflächenpolsterung
Sie hilft dabei, die Energie kleinerer Stöße zu verteilen, und schützt Produkte mit unregelmäßigen Formen. Luftpolsterfolie wird meist als äußere Schutzschicht über einer inneren Lage aus PE-Schaum eingesetzt oder als eigenständige Schutzlösung für Kuriersendungen von Produkten mit geringem Kratzrisiko verwendet.
Bei Gartenprodukten ist Luftpolsterfolie besonders nützlich für Glaselemente, dekorative Produkte mit komplexen Formen sowie für den Versand per Kurierdienst. Die Größe der Luftpolster spielt dabei eine wichtige Rolle: Kleine Luftpolster (10 mm) schützen empfindliche Oberflächen besser und passen sich unregelmäßigen Formen effektiver an, während große Luftpolster (30 mm) eine höhere Stoßdämpfung bei stärkeren Belastungen bieten.
PE-Schaumlaminat mit Luftpolsterfolie – zwei Schutzfunktionen in einem Material
Ein Verbundmaterial aus PE-Schaum und Luftpolsterfolie ist für Anwendungen mit erhöhten Schutzanforderungen konzipiert. Die PE-Schaumschicht (produktseitig) schützt vor Kratzern und ist gegenüber sämtlichen Oberflächen chemisch neutral. Die äußere Schicht aus Luftpolsterfolie absorbiert Stoßbelastungen. Das gesamte Material ist wasserbeständig und behält seine Schutzeigenschaften auch bei wechselnden Temperaturen bei.
Solche Verbundmaterialien werden beispielsweise im Export eingesetzt, wo Produkte über mehrere Tage transportiert werden und wechselnden Witterungsbedingungen ausgesetzt sind. Sie eignen sich auch für Premiumprodukte, bei denen selbst kleinste Oberflächenbeschädigungen zu inakzeptablen Reklamationen führen würden, sowie für den E-Commerce, wo die Ware mehrere Umschlagpunkte durchläuft, ohne dass Einfluss auf die Handhabung während des Transports genommen werden kann.
PE-Schutzprofile – Schutz für Ecken und Kanten
Manche Schäden lassen sich bereits vor dem Versand vorhersehen. Wenn bekannt ist, dass insbesondere Ecken oder Kanten gefährdet sind, sollten genau diese Bereiche gezielt geschützt werden.
Schutzprofile tragen dazu bei, das Risiko von Beschädigungen während des Umschlags und der Lagerung deutlich zu reduzieren.
PE-Formteile und Schaumeinlagen – präziser Schutz für Premiumprodukte
PE-Formteile sind aus PE-Schaumblöcken gefertigte Schutzelemente, die exakt auf ein bestimmtes Produkt abgestimmt werden. Sie fixieren das Produkt in einer präzise definierten Position innerhalb der Verpackung und absorbieren Erschütterungen, ohne die entstehenden Belastungen auf empfindliche Bauteile zu übertragen.
PE-Formteile sind wirtschaftlich sinnvoll bei Produkten mit höherem Warenwert sowie bei Produkten mit unregelmäßigen Geometrien, die sich mit Standardlösungen nicht sicher fixieren lassen. Für Hersteller von Premium-Gartenmöbeln oder dekorativer Keramik stellen PE-Formteile eine Investition dar, die sich bereits durch die Vermeidung einer einzigen Reklamation amortisieren kann.
Stretchfolie – Bündelung von Sets und Stabilisierung
Stretchfolie erfüllt in erster Linie eine bündelnde Funktion: Sie hält die einzelnen Bestandteile eines Sets zusammen, stabilisiert Paletten und reduziert die Bewegung der Ladung während des Transports. Sie ist jedoch kein Schutzmaterial gegen Kratzer und sollte nicht direkt mit lackierten Oberflächen, Technorattan oder Holz in Kontakt kommen. Empfehlenswert ist der Einsatz erst nach dem Anbringen einer Schutzschicht aus PE-Schaum oder eines PE-Schaum-Laminats.
Wie verpackt man Gartenmöbel, damit sie nicht als Reklamation zurückkommen?
Gartenmöbel gehören zu den Produktgruppen, bei denen verschiedene Materialien in einer einzigen Konstruktion kombiniert werden. Aluminium, Stahl, Technorattan, Glas, Holz oder gepolsterte Kissen reagieren auf Transportbelastungen jeweils unterschiedlich. Genau deshalb bewähren sich universelle Verpackungslösungen in der Praxis nur selten.
Gartentische mit Glas- oder Keramikplatte
- Glas- oder Keramikplatte: Mit einem Bogen PE-Schaum umwickeln oder in einen PE-Schaumbeutel legen. Stretchfolie nicht direkt auf Glas oder Keramik anwenden.
- Ecken der Metallkonstruktion: PE-Schutzprofile verwenden.
- Tischbeine und Rahmenträger: PE-Schaumrohre oder aufgerollten PE-Schaum einsetzen.
- Schrauben, Muttern und Montagematerial: Separat in Luftpolsterbeuteln mit Klebestreifen verpacken – lose Metallteile sind die schnellste Ursache für Kratzer auf sämtlichen Oberflächen.
- In einen 5-lagigen Faltkarton mit einer PE-Schaumlage als Boden einlegen.
- Den Zwischenraum zwischen Produkt und Kartonwänden mit Fill&Wrap-Luftpolsterfolie mit großen Luftpolstern ausfüllen, damit sich das Produkt während des Transports nicht bewegen kann.
Bei Holztischen hat der Schutz vor Feuchtigkeit höchste Priorität. Idealerweise sollte eine ausreichende Belüftung gewährleistet werden, alternativ kann perforierter Polyethylenschaum verwendet werden. Kondenswasser, das sich unter dem Verpackungsmaterial bildet, kann das Holz während längerer Lagerzeiten oder beim Seetransport erheblich beschädigen.
Gartenstühle und Gartensessel
- Zwischen jedem Stuhlpaar im Stapel: Trennlage aus PE-Schaum.
- Beine und Rahmenelemente: PE-Schaumrohre, PE-Schaumbeutel oder eine Umwicklung mit PE-Schaum von der Rolle.
- Den gesamten Stapel erst nach dem Anbringen eines PE-Schaumbogens als äußere Schutzschicht mit Stretchfolie umwickeln.
- Die Stühle können direkt in maßgefertigte PE-Schaumbeutel verpackt werden.
Lounge-Sets für den Garten
- Polsterungen und Kissen: Separat in geschlossenen Beuteln aus Polyethylenschaumfolie oder Luftpolsterfolie verpacken (idealerweise 3-lagig, damit sich die Luftpolster nicht im Stoff abzeichnen). Feuchte Kissen im Karton bedeuten beschädigte Polsterungen.
- Aluminium- oder Stahlrahmen: Jedes Element mit PE-Schaum von der Rolle umwickeln, Ecken zusätzlich mit PE-Profilen schützen.
- Einzelne Set-Bestandteile auf der Palette: PE-Schaumblöcke als Abstandshalter verwenden, damit keine Teile direkten Kontakt miteinander haben.
- Das gesamte Set auf der Palette mit Stretchfolie als äußere Sicherung umwickeln – jedoch erst, nachdem alle mit der Folie in Berührung kommenden Flächen mit PE-Schaum geschützt wurden.
Liegen und Gartenschaukeln
Eine Gartenliege verfügt über zahlreiche hervorstehende Elemente wie Armlehnen, Verstellmechanismen oder bewegliche Stützteile. Werden solche Produkte lediglich mit Stretchfolie verpackt, ohne zusätzlich PE-Schutzprofile einzusetzen, können diese Bauteile bei jeder Bewegung während des Transports benachbarte Elemente beschädigen.
- Zusammengeklappte Gartenliege: Über die gesamte Länge mit PE-Schaum von der Rolle umwickeln, wobei Achsen und Verstellmechanismen besonders sorgfältig geschützt werden sollten.
- Transport im Stapel: Zwischen jede Gartenliege einen PE-Schaumbogen legen.
- Gartenschaukeln: Ketten, Seile und Schrauben separat in Beuteln aus Luftpolsterfolie verpacken.
Wie schützt man Keramik, Architekturbeton und Pflanzgefäße beim Transport?
Gartenkeramik – das Prinzip der stoßdämpfenden Verpackung entsprechend dem Gewicht
- Kleine Pflanzgefäße (bis 20 cm, Gewicht unter 3 kg): Mit PE-Schaum umwickeln und in einen Karton mit einer dicken PE-Schaumlage als Boden sowie seitlicher Polsterung einsetzen. Die Pflanzgefäße dürfen die Kartonwände nicht berühren.
- Mittlere Pflanzgefäße (20–40 cm, Gewicht 3–10 kg): PE-Schaum mit zusätzlicher Verstärkung an den Kanten verwenden. Beim Transport mehrerer Pflanzgefäße sollten Trennlagen zwischen den einzelnen Produkten eingesetzt werden.
- Große Pflanzgefäße (über 40 cm, Gewicht über 10 kg): Individuell angefertigte PE-Formteile in einem 5-lagigen Karton verwenden. Große Pflanzgefäße niemals direkt ineinander stapeln, ohne eine PE-Zwischenlage einzusetzen – das Gewicht des oberen Produkts erzeugt bei jeder Erschütterung punktuelle Belastungen.
Architekturbeton – die Besonderheiten strukturierter Oberflächen
Die sandgestrahlte oder strukturierte Oberfläche von Architekturbeton kann bereits durch minimale Reibung an Stretchfolie oder feuchtem Karton beschädigt werden. Jeder direkte Kontakt mit Stretchfolie hinterlässt dauerhafte Spuren, die auf dunklen Oberflächenstrukturen besonders deutlich sichtbar sind.
- Erste Schutzschicht: PE-Schaum über die gesamte Oberfläche.
- PE-Profile an den Ecken.
- 5-lagige Wellpappe als äußerer mechanischer Schutz.
- Bei einem Gewicht von über 30 kg: stabile Palette mit Umreifungsband zur Ladungssicherung.
Hochglänzende Kunststoffe und glasfaserverstärkte Materialien
Pflanzgefäße aus glasfaserverstärktem Kunststoff sowie hochglänzende Kunststoffpflanzgefäße (häufig im Premiumsegment und farbig lackiert) sind bereits bei geringem Druck anfällig für Kratzer. Als erste Schutzschicht bietet ein Verbundmaterial aus PE-Schaum und Luftpolsterfolie eine sichere und bewährte Lösung.
Günstige Verpackungen bedeuten nicht immer niedrigere Kosten – eine Fallstudie
Über viele Jahre hinweg schützte ein Möbelhersteller seine Produkte ausschließlich mit Kartonverpackungen. Auf den ersten Blick erschien diese Lösung wirtschaftlich sinnvoll. Das Material war leicht verfügbar und vergleichsweise kostengünstig.
Die Probleme traten erst später auf.
Die Gartenmöbel wurden an Handelsketten in ganz Polen geliefert, und während des Transports kam es zunehmend zu Beschädigungen. Die Reklamationen verursachten schließlich Kosten, die deutlich höher waren als die Einsparungen durch die Verwendung eines günstigeren Schutzmaterials.
Nach der Analyse des Verpackungsprozesses entschied sich der Kunde, einen Teil der bisherigen Schutzlösungen durch Systeme auf Basis von Polyethylenschaum zu ersetzen. Dabei ging es nicht lediglich um den Austausch eines Materials gegen ein anderes. Die neuen Schutzelemente konnten mehrfach verwendet werden – beim Verpacken, Auspacken, bei der Produktpräsentation sowie beim Rücktransport. Zusätzlich wurde das Risiko von Oberflächenbeschädigungen und Schäden an Ecken und Kanten deutlich reduziert.
Der wichtigste Effekt zeigte sich jedoch auf betriebswirtschaftlicher Ebene.
Durch die geringere Anzahl an Reklamationen konnten die Kosten für Reparaturen, Produktaustausch und die Bearbeitung von Kundenanfragen deutlich gesenkt werden. Dieses Beispiel zeigt, dass die Kosten einer Verpackung nicht ausschließlich anhand des Einkaufspreises des verwendeten Materials bewertet werden sollten, sondern unter Berücksichtigung der gesamten Kosten entlang der Lieferkette.
Wie hoch sind die Kosten einer Transportschadensreklamation? Eine Rechnung, die viele Unternehmen nicht machen
Unternehmen analysieren in der Regel die Kosten von Verpackungsmaterialien. Deutlich seltener werden jedoch die tatsächlichen Gesamtkosten einer Transportschadensreklamation berücksichtigt. Eine Reklamation umfasst nicht nur den Wert des auszutauschenden Produkts oder Bauteils. Hinzu kommen die Kosten für den Rücktransport vom Kunden, den erneuten Versand, die Bearbeitung des Reklamationsfalls (Arbeitszeit, Dokumentation, Kommunikation mit dem Transportunternehmen), der Verlust der Marge auf den Auftrag sowie das Risiko negativer Bewertungen auf Verkaufsplattformen oder durch Einkäufer großer Handelsketten.
Im E-Commerce kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: Kunden bewerten eine Marke nicht allein anhand der Produktqualität, sondern vor allem anhand des Zustands, in dem die Ware bei ihnen ankommt. Ein Transportschaden – selbst wenn der Hersteller keine Schuld daran trägt – wird aus Sicht des Endkunden dem Verkäufer zugerechnet und führt unmittelbar zu einer negativen Wahrnehmung der Marke.
Die häufigsten Fehler bei der Verpackung von Gartenprodukten
→ Fehler 1: Stretchfolie direkt auf lackierten Oberflächen oder Technorattan.
Stretchfolie ist ein Material zur Bündelung und Stabilisierung, nicht zum Schutz. Der direkte Kontakt des Kunststoffs mit Technorattan und lackierten Oberflächen kann zu Verformungen, Verfärbungen und Kratzern führen.
→ Fehler 2: Karton als einziger Oberflächenschutz.
Karton schützt vor Verschmutzungen und stärkeren Stößen, trennt jedoch keine Bauteile voneinander, dämpft keine Reibung und verliert bei Feuchtigkeit einen Teil seiner Stabilität und Schutzwirkung.
→ Fehler 3: Zu dünner PE-Schaum.
PE-Schaum mit einer Stärke von 2–3 mm auf Aluminiumprofilen absorbiert die Energie von Reibung und Kratzern nicht ausreichend – er erfüllt in erster Linie eine optische Funktion. Für pulverbeschichtete Profile liegt die empfohlene Mindeststärke für einen wirksamen Schutz bei 5–8 mm.
→ Fehler 4: Fehlende Fixierung des Produkts innerhalb der Verpackung.
Ein Produkt, das ohne formschlüssige Anpassung im Karton liegt, verschiebt sich bei jeder Erschütterung und jedem Bremsvorgang während des Transports.
→ Fehler 5: Keramikpflanzgefäße ohne Zwischenlage ineinander stapeln.
Auf den ersten Blick wirkt diese Methode platzsparend und effizient. Tatsächlich wird jedoch das Gewicht des oberen Pflanzgefäßes bei jeder Erschütterung punktuell auf den Rand des darunterliegenden Gefäßes übertragen.
→ Fehler 6: Verwendung von Kantenschutzwinkeln aus Karton im Exportgeschäft.
Karton verliert in feuchten Seecontainern oder bei der Lagerung im Außenbereich einen großen Teil seiner Stabilität. PE-Profile hingegen behalten ihre Schutzeigenschaften unabhängig von Witterungseinflüssen und Umgebungsbedingungen bei.
→ Fehler 7: Verpackung von Holz ohne Belüftung.
Kondenswasser unter einer dampfdichten Folie führt zu Schimmelbildung, Verfärbungen und zur Beschädigung der Holzoberfläche. Holz muss auch innerhalb der Verpackung „atmen“ können.
→ Fehler 8: Keine PE-Zwischenlagen zwischen gestapelten Stühlen.
Werden Stühle ohne Zwischenlagen gestapelt, können Sitzflächen und Rückenlehnen bei jeder Veränderung der Druckbelastung gegenseitig beschädigt werden.
Optimierung der Verpackungskosten
Die Optimierung von Verpackungskosten bedeutet nicht ausschließlich, die Ausgaben für Materialien zu reduzieren. Ziel ist vielmehr die Auswahl von Lösungen, die bei vertretbaren Kosten den maximalen Produktschutz gewährleisten und gleichzeitig kein unnötig hohes Verpackungsgewicht verursachen, da dieses die Transportkosten direkt beeinflusst.
Einige praktische Ansätze:
- Austausch von Standard-PE-Schaum durch SONG-Schaum mit reduzierter Dichte. Bei vergleichbaren Dämpfungseigenschaften ist SONG leichter und enthält weniger Kunststoff. Das bedeutet geringere Materialkosten, niedrigere Transportkosten und eine bessere Ausgangsposition im Hinblick auf die PPWR-Vorgaben.
- Standardisierung der Verpackungsgrößen. Wenn ein Unternehmen Produkte in Kartons mit mehreren Dutzend unterschiedlichen Abmessungen verpackt, besteht häufig Potenzial zur Reduzierung der Formatvielfalt. Weniger Verpackungsgrößen ermöglichen bessere Preisverhandlungen mit Kartonlieferanten und reduzieren Fehler bei der Auswahl der Verpackung.
- Maßgeschneiderte Produktion von PE-Schaum und Folien. Auf das jeweilige Produkt zugeschnittener PE-Schaum ist zwar pro laufendem Meter teurer, verursacht jedoch keinen Verschnitt und beschleunigt den Verpackungsprozess, da keine nachträglichen Anpassungen durch die Mitarbeiter erforderlich sind.
- Verpackungscheckliste direkt am Arbeitsplatz. Eine eindeutige Anleitung (idealerweise mit Abbildungen), welche Materialien in welcher Reihenfolge für ein bestimmtes Produkt verwendet werden müssen, reduziert Fehler, die durch Zeitdruck und Personalwechsel entstehen.
- Regelmäßige Auswertung der Reklamationsquote nach Produktgruppen. Verursacht ein bestimmtes Produkt überdurchschnittlich viele Reklamationen, sollte in erster Linie die Verpackung optimiert werden – nicht der Spediteur verantwortlich gemacht werden.
Antworten auf die häufigsten Fragen
Ist PE-Schaum für Pulverbeschichtungen und Lackoberflächen geeignet?
PE-Schaum in Standardausführungen ist ein inertes Material und stellt bei typischen Anwendungen (als äußere Schutzschicht auf der Primärverpackung, ohne direkten Kontakt mit dem Produkt) kein Risiko dar. Bei Nahrungsergänzungsmitteln besteht in der Regel kein direkter Kontakt zwischen dem Schaum und dem Wirkstoff, da das Produkt bereits sicher in seiner Primärverpackung (z. B. Flasche oder Blister) verschlossen ist. Bei Bedarf sind auch PE-Schaumvarianten erhältlich, die speziell für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind. Für den typischen E-Commerce-Versand von Nahrungsergänzungsmitteln ist jedoch lediglich die Materialverträglichkeit mit der Primärverpackung erforderlich.
Wie verpackt man Lounge-Sets, damit sie ohne Kratzer beim Kunden ankommen?
Die wichtigsten Grundsätze: PE-Schaum oder ein Verbundmaterial aus PE-Schaum und Luftpolsterfolie sollten als erste Schutzschicht auf allen Aluminium- und Stahlelementen verwendet werden. Stretchfolie darf niemals direkt auf Technorattan aufgebracht werden. Polster und Polsterelemente sollten in separaten, geschlossenen Folienbeuteln verpackt werden. Die einzelnen Komponenten auf der Palette müssen durch PE-Schaumblöcke voneinander getrennt werden – dekorative Oberflächen dürfen sich zu keinem Zeitpunkt direkt berühren.
Bietet PE-Schaum SONG den gleichen Schutz wie herkömmlicher PE-Schaum?
Bietet SONG-Schaum den gleichen Schutz wie herkömmlicher PE-Schaum?
SONG-Schaum mit reduzierter Dichte bietet vergleichbare Dämpfungseigenschaften bei geringerem Kunststoffanteil. Dies wird durch eine optimierte Zellstruktur erreicht, die eine wirksame Stoßabsorption bei reduziertem Materialeinsatz ermöglicht. Das bedeutet niedrigere Materialkosten, ein geringeres Verpackungsgewicht und eine bessere Ausgangsposition im Hinblick auf die zukünftigen PPWR-Vorgaben.
Für Anwendungen, bei denen das Verpackungsgewicht einen direkten Einfluss auf die Transportkosten hat – beispielsweise im Exportgeschäft oder bei Kuriersendungen – bietet SONG-Schaum deutliche wirtschaftliche Vorteile gegenüber herkömmlichen PE-Schaumlösungen.
Zusammenfassung
Die Gartenbranche steht vor zunehmend höheren logistischen Anforderungen: mehr E-Commerce, mehr Exportgeschäfte, ein steigender Automatisierungsgrad in Lagerhäusern und eine wachsende Sensibilität der Kunden gegenüber dem Zustand der Ware bei der Anlieferung. Verpackungssysteme, die vor fünf Jahren noch ausreichend waren, führen heute zu Reklamationen, deren Kosten um ein Vielfaches höher sind als die Investitionen in eine Modernisierung der Verpackungslösungen.
Die gute Nachricht ist, dass für die meisten Transportschäden in dieser Branche bereits bewährte und praxiserprobte Lösungen existieren. PE-Polyethylenschaum schützt Oberflächen zuverlässig, ohne das Risiko chemischer Reaktionen mit Lacken, Beschichtungen oder anderen Materialien. PE-Schutzprofile verhindern Beschädigungen an Ecken und Kanten. PE-Formteile fixieren Produkte mit komplexen Geometrien sicher innerhalb der Verpackung und reduzieren Reklamationen insbesondere im Kurierversand deutlich.
Der Schlüssel liegt nicht darin, möglichst viele Schutzmaterialien einzusetzen, sondern die Materialien gezielt an den jeweiligen Schadensmechanismus, den Vertriebskanal und den Wert des Produkts anzupassen. Ein Hersteller von Gartenmöbeln hat andere Anforderungen als ein Großhändler für Keramikpflanzgefäße, der an Handelsketten liefert – und das Verpackungssystem sollte diese Unterschiede entsprechend berücksichtigen.
Vereinbaren Sie einen Termin mit unserem Berater
Wir helfen Ihnen dabei, den Verpackungsprozess in Ihrem Unternehmen zu optimieren
Möchten Sie prüfen, ob sich Ihr Verpackungsprozess durch den Austausch von Verpackungsmaterialien oder den Einsatz geeigneter Lösungen optimieren lässt?
Hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten – unser Berater ruft Sie an und bespricht mit Ihnen Ihre Anforderungen sowie die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit.
„Oft ist das Versandvolumen so groß, dass die möglichen Einsparungen in dieser Phase des Prozesses erhebliche Beträge ausmachen, die für die Weiterentwicklung des Unternehmens genutzt werden können.“
Spezialisiert auf den Vertrieb von PE-Schaum und Luftpolsterfolie, reagiert sie gezielt auf die Bedürfnisse von Kunden aus der Verpackungsbranche. Dank langjähriger Erfahrung, fundierter Marktkenntnis und ausgeprägter Verhandlungskompetenz entwickelt sie individuelle Angebote und baut langfristige Geschäftsbeziehungen auf. Privat ist sie begeisterte Basketballspielerin – ein Sport, der ihr Teamgeist und konsequentes Handeln im beruflichen Alltag vermittelt.
LinkedIn