Beleuchtungsprodukte gehören aufgrund ihres heterogenen Aufbaus zu den anspruchsvolleren Objekten in logistischen Prozessen. Sie vereinen zerbrechliches Glas, empfindliche Lackbeschichtungen, präzise elektronische Komponenten sowie schwere Konstruktionselemente wie Aluminiumguss oder Stahlmasten.
Kurz zusammengefasst lassen sich die wichtigsten Eigenschaften von Beleuchtungsprodukten wie folgt beschreiben:
Leider sind Beleuchtungsprodukte in der Lieferkette einer Reihe schädlicher Faktoren ausgesetzt. Beim Landtransport dominieren hochfrequente Vibrationen, die zu Materialermüdung innerhalb von LEDs oder zur Lockerung von Lötverbindungen führen können. Im Lufttransport werden hingegen Druck- und Temperaturschwankungen kritisch.
| Art der Gefährdung | Wirkungsmechanismus | Auswirkung auf das Produkt |
|---|---|---|
| Stöße | Plötzliche Erschütterungen beim Umschlag oder bei Verkehrsunfällen. | Bruch von Lampenschirmen, Gehäuserisse, Schäden an Steuergeräten. |
| Vibrationen | Kontinuierliche Schwingungen durch Fahrbahnunebenheiten und den Motor des Fahrzeugs. | Lockerung von Schrauben, Beschädigung empfindlicher Glühfäden in Speziallampen. |
| Druckbelastung | Druck durch das Stapeln mehrerer Verpackungsschichten auf einer Palette. | Verformung von Lampenschirmen, Zerdrücken von Einzelkartons. |
| Feuchtigkeit und Korrosion | Schwankungen der Luftfeuchtigkeit, Kondensation von Wasserdampf innerhalb der Folie. | Korrosion von Metallelementen, Kurzschlüsse in elektronischen Modulen. |
| ESD | Aufladung durch Reibung von Verpackungsmaterialien. | Unsichtbare Schäden an Halbleitern, verkürzte Lebensdauer von LEDs. |
All dies führt dazu, dass der im Unternehmen etablierte Verpackungsprozess das Ergebnis von Analysen der Ursachen für Reklamationen und Rücksendungen sowie von Tests sein sollte. Nicht selten muss er an verschiedene Typen der verkauften Produkte angepasst werden, wenn diese sich hinsichtlich Gewicht, Empfindlichkeit, Form usw. deutlich unterscheiden.

Die Auswahl des geeigneten Schutzmaterials muss durch eine Analyse des Gewichts, der Form sowie des Wertes des Produkts vorausgehen. In der Beleuchtungsbranche dominieren zwei Arten von polymeren Materialien – Polyethylenschaum (PE) sowie Luftpolsterfolie, ergänzt durch moderne Papierlösungen wie sogenanntes Wabenpapier sowie ökologische Füllmaterialien wie Skropak.
Polyethylenschaum (PE) weist eine bessere Feuchtigkeitsbarriere als Luftpolsterfolie auf, was bei der Lagerung von Waren in unbeheizten Lagern oder beim Seetransport von Bedeutung ist.
Es lohnt sich, verschiedene Formen von PE-Schaum zu testen, da dies den Prozess erheblich beschleunigen kann:

Konkretes Anwendungsbeispiel: Trennung fertiger LEDs mit Bögen beim Verpacken in Kartons.
Ideal zum Verpacken kleiner Montageelemente, Dachhimmel oder LED-Module – sie ermöglichen ein schnelles Verpacken und ein gleichbleibendes Schutzniveau. Sie standardisieren den Prozess und erleichtern die Prognose des Materialverbrauchs im Zeitverlauf.
Präzise angepasste Elemente, die die Ecken schwerer technischer Leuchten bei einem Sturz des Pakets vor Verformungen schützen.
Konkretes Anwendungsbeispiel: Formteile aus PE-Schaum, die eine fertige Leuchte im Karton sichern. Zu diesem Zweck können auch Styroporformteile verwendet werden, jedoch setzen viele Unternehmen auf PE-Schaum, da:

Luftpolsterfolie schützt dank der luftgefüllten Noppen vor Beschädigungen, dämpft Stöße und schützt zudem die Oberfläche des Produkts.
Rosa Luftpolsterfolie ist beim Verpacken moderner LED-Leuchten Standard. Sie verhindert elektrostatische Entladungen, die die Steuerelektronik dauerhaft beschädigen könnten, selbst wenn das Gerät nach dem Auspacken keine sichtbaren Mängel aufweist.
Sie zeichnet sich durch Luftpolster mit einem Durchmesser von ca. 3 cm aus. Dank des größeren Luftvolumens füllt ein Abschnitt der Folie deutlich mehr freien Raum als eine Standardfolie, was zu Materialeinsparungen und einer Reduzierung des Paketgewichts führt.
Konkretes Anwendungsbeispiel: Sicherung von Autoscheinwerfern mit FILL&WRAP Luftpolsterfolie.

Im oben genannten Beispiel wäre es sinnvoll, zusätzlich eine dämpfende Schicht am Boden des Kartons einzusetzen, da die Ausfüllung von oben den Scheinwerfer nur von dieser Seite schützt, während Stöße von unten dazu führen können, dass eine einmalige Umwicklung nicht ausreicht, um einen wirksamen Schutz zu gewährleisten.
Die Kombination aus Luftpolsterfolie mit PE-Schaum oder Karton schafft ein Material mit erhöhter Durchstoßfestigkeit, ideal zum Verpacken schwerer Elemente mit scharfen Kanten, wie z. B. Metallständer für Stehlampen.
Auch Luftpolsterfolie kann verschiedene Formen annehmen und so den Verpackungsprozess optimieren. Sie können sie bestellen als:
Dieses Material ist zu 100 % biologisch abbaubar, was den ökologischen Trends entspricht und den Aufbau eines positiven, umweltbewussten Markenimages unterstützt. Es ist eine gute Wahl zum Umwickeln von Produkten (sofern diese keine empfindlichen Oberflächen haben, die zerkratzt werden könnten). Weniger geeignet ist es zum Ausfüllen von Hohlräumen in größeren Paketen – hier bleibt Luftpolsterfolie die wirtschaftlichere Lösung.
Dank des hohen Luftanteils in jeder einzelnen Kammer füllen sie freie Räume im Paket effektiv aus. Luftkissen sind jedoch nicht immer die beste Wahl, obwohl sie aus wirtschaftlicher Sicht in vielen Fällen vorteilhaft sind.
| Material | Anwendung in der Beleuchtungsbranche | Hauptvorteil |
|---|---|---|
| Klassische Luftpolsterfolie sowie FILL&WRAP | Umwickeln von Glasabdeckungen und Lampenschirmen. | Dämpfung punktueller Stöße. Ihr entscheidender Vorteil in der Beleuchtungsbranche ist, dass sie empfindliche Oberflächen nicht zerkratzt, was beim Verpacken von pulverbeschichteten, verchromten oder aus poliertem Messing gefertigten Leuchten unerlässlich ist. |
| PE-Schaum (Polyethylenschaum) | Zwischenlagen zwischen Metallelementen, Umwickeln von LED-Profilen. | Schutz vor Kratzern (zerkratzt den Lack nicht) und Stabilisierung. |
| Schaumprofile (U, L) | Schutz von Kanten großer Beleuchtungspanels oder Glasflächen. | Schutz der Ecken vor Absplitterungen. |
| Wabenpapier | Schutz von Oberflächen, Schutz vor leichten Stößen. | Ökologische und ästhetische Wahl. |
| Luftkissen | Ausfüllen von Hohlräumen. | Wirtschaftliche Wahl im Vergleich zu anderen Füllmaterialien. |
Der Verpackungsprozess in der Beleuchtungsbranche muss präzise und wiederholbar sein. Die Analyse bewährter Praktiken zeigt mehrere kritische Schritte, deren Einhaltung die Anzahl der Reklamationen deutlich reduziert.
Die Grundregel in der Beleuchtungslogistik ist die maximale Zerlegung des Produkts in einzelne Teile. Der Versand einer Lampe als Ganzes ist ein häufiger Fehler, der zu Schäden an Armen, Glasabdeckungen und Lampenschirmen führt. Jedes Element, wie z. B. ein Glasdiffusor, eine Glühbirne (immer aus der Fassung entnommen!), Füße oder dekorative Elemente, muss separat mit mehreren Schichten Luftpolsterfolie oder PE-Schaum umwickelt werden.
Es wird empfohlen, sie in vertikaler Position in einem großen Karton mit hoher Grammatur zu platzieren, der vollständig mit losem Füllmaterial („Loose-Fill“, z. B. Skropak) ausgefüllt ist, das komplexe Formen perfekt umschließt und deren Bewegung verhindert. Lampenschirme hingegen sollten aufgrund ihrer Anfälligkeit für Verformungen ineinander gestapelt (genestet) werden, vorausgesetzt, sie werden durch Schichten aus weichem Verpackungspapier voneinander getrennt.
Sehr teure Produkte können in passgenauen Formteilen aus PE-Schaum verpackt werden, die das Produkt fixieren – sie dämpfen Vibrationen und schützen vor Stößen und Schlägen.
Lange Leuchten sind beim Verpacken unhandlich, der Prozess lässt sich jedoch z. B. durch das Einlegen in fertige Halbschläuche aus Luftpolsterfolie (die auf unterschiedliche Längen zugeschnitten werden können) anstelle des Umwickelns mit Folie von der Rolle optimieren, was den Prozess – sowohl zeitlich als auch hinsichtlich des Materialverbrauchs – standardisiert. Zusätzlich sind hier Teleskopkartons hilfreich.
Autoscheinwerfer werden aufgrund ihrer relativ standardisierten Abmessungen häufig in Beutel aus Luftpolsterfolie oder PE-Schaum verpackt. In diesem Fall genügt es, den Scheinwerfer in den fertigen Beutel einzulegen und zu verschließen. Der Karton sollte anschließend mit großnoppiger Luftpolsterfolie ausgefüllt werden, damit mögliche Stöße und Erschütterungen abgefangen werden.
Die Verpackungsmethoden in Unternehmen sind sehr unterschiedlich und hängen von der Vielfalt des angebotenen Sortiments, seinem Gewicht, Preis, Transportmittel sowie vielen weiteren Faktoren ab, die in jedem Unternehmen individuell betrachtet werden sollten. Schauen wir uns jedoch beispielhafte Verpackungsmethoden in der Beleuchtungsbranche an und sehen wir, was man anders machen kann:
Innere Sicherung mit Luftpolsterfolie → Austausch durch FILL&WRAP Luftpolsterfolie, also die mit großen Noppen (ein kürzerer Materialabschnitt füllt gleichzeitig mehr freien Raum aus). Eine gut ausgewählte Folie im Inneren macht ein zusätzliches Umwickeln des Kartons mit „Noppenfolie“ und das Erhöhen der Schichtdicke, die das Unboxing erschwert, überflüssig.
Großnoppige Luftpolsterfolie wurde in diesem Fall zum Umwickeln der Leuchten verwendet:
Hier sehen wir gut mit PE-Schaum gesicherte, hervorstehende Halterungen.
Große Mengen klassischer Luftpolsterfolie können – wie im ersten Beispiel – durch FILL&WRAP Luftpolsterfolie ersetzt werden, sodass nicht so viele Umwicklungen erforderlich sind. Die Oberseite des Scheinwerfers kann zusätzlich mit PE-Schaum (SONG) geschützt werden.
Ein gut vorbereiteter Verpackungsprozess bedeutet eine Reihe von Einsparungen – ein schnellerer Prozess bedeutet mehr verpackte Sendungen pro Zeiteinheit, ein standardisierter Verpackungsablauf bedeutet einen vorhersehbaren Materialverbrauch pro Woche oder Monat, und eine gut gesicherte Sendung bedeutet weniger Reklamationen. Es gibt jedoch keine eine richtige Lösung, keine universelle Vorlage, die sich auf jedes Unternehmen übertragen lässt. Notwendig sind Tests, die Analyse von Kundenfeedback und Rücksendegründen sowie die Zusammenarbeit mit einem Materiallieferanten, der laufend über aktuelle Trends, Marktpraktiken und neue Verpackungslösungen informiert.
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